

Cortenstahl vs. Stahl in Rostoptik
Rostiger Stahl ist nicht gleich rostiger Stahl: Neben normalem Stahl, der aufgrund der Witterungseinflüsse einfach verrostet (d.h. sich zersetzt), gibt es auch kontrolliert gerosteten Stahl. Dieser rostet nur an der Oberfläche und bildet dann eine Sperrschicht, so dass der Rost nicht tiefer geht. Genannt wird dieser wetterfeste Baustahl landläufig auch Corten®-Stahl oder in anderer Schreibweise COR-TEN®-Stahl.
Wie unterscheiden sich nun Cortenstahl und Stahl mit Rostoptik?
• Cortenstahl enthält zusätzlich Kupfer und Chrom, was ihn wetterfest macht. Dabei sind es nur minimale Unterschiede von etwa einem Prozent (!), die diesen Stahl widerstandsfähiger gegen die Korrosion machen.
• Ansonsten unterscheidet sich Cortenstahl nicht von herkömmlichem Stahl. Die mechanischen Eigenschaften beider Materialien sind nahezu gleich.
Definition Corten-Stahl
Corten-Stahl ist ein sogenannter wetterfester Stahl. Wird dieses Material der Feuchtigkeit ausgesetzt, bildet sich auch hier eine Rostschicht. Diese Rostschicht ist fest haftend – sie bewirkt, dass weniger Wasser und Sauerstoff an die Metallfläche gelangen. Das bedeutet, dass Cortenstahl unter dieser Rostschicht nicht weiter rostet.
Definition Stahl mit Rostoptik
Stahl in Rostoptik bezeichnet normalen Baustahl – der rostet, sobald er Feuchtigkeit ausgesetzt ist. (Chemisch gesehen ist Rost das Korrosionsprodukt, das aus Eisen oder Stahl durch Oxidation mit Sauerstoff in Gegenwart von Wasser entsteht.) Dieser Verrostungsprozess kann immer weiter fortschreiten
– und genau darin liegt der entscheidende Unterschied zu Cortenstahl.
Anmerkung: Der Name Cor-Ten®-Stahl ist die spezielle Bezeichnung eines
amerikanischen Stahlproduzenten für seinen wetterfesten Stahl. Es
handelt sich um eine geschützte Markenbezeichnung, die im Rahmen der
Vermarktung von Stahl nur mit Erlaubnis des Markeninhabers verwendet
werden darf. Geschützt ist nur der Name, nicht aber die
Legierungszusammensetzung.